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Bissendorfer Panther erreichen den 4. Platz beim Eurocup in Dänemark (U13)

03.06.2018

Vom 01.06. - 03.06.2018 fand der U13 Eurocup im Inline Skaterhockey in Rødovre (Dänemark) statt. Die 1. Schülermannschaft der Bissendorfer Panther hatte sich als Deutscher Vizemeister 2017 neben dem amtierenden Deutschen Meister aus Düsseldorf für dieses hochklassige Turnier qualifiziert. Insgesamt nahmen 10 Mannschaften aus 7 europäischen Ländern teil. Die Vorrunde wurde in zwei Gruppen mit jeweils 5 Teams ausgespielt Dabei trafen die Panther auf die Teams Mad Dogs Wiener Neustadt (Österreich), Courroux Wolfies (Schweiz), Ash Avalanche Rage (GB) sowie Odense Ishockey (Dänemark). Soweit ging man zumindest in der Vorrunde den Favoriten aus Israel (Zoran Falcons) und Moskau (Leader 1420) aus dem Weg.

 

Im ersten Spiel gegen das Team aus Wiener Neustadt war die inzwischen schon fast obligatorische Startschwäche ersichtlich, die im 0:1 Rückstand nach nicht einmal 1 Minute Spielzeit mündete. Danach legten die Panther die Anfangsnervosität ab und fanden besser ins Spiel. Eine Reihe gut herausgespielter Chancen brachte jedoch außer einem Lattentreffer durch Maleen Stahlhut keinen zählbaren Erfolg. Ein weiterer Treffer der Wiener bedeutete den 2:0 Halbzeitstand für Österreich. In den zweiten Spielabschnitt starteten nun die Bissendorfer Panther wie die Feuerwehr. Kapitän Marc Wegener erzielte nach 45 gespielten Sekunden den 1:2 Anschlusstreffer. In der Folge boten sich den Raubkatzen weitere Möglichkeiten zum Ausgleich, die jedoch alle ungenutzt blieben. So kam es wie es kommen musste. Eine Unachtsamkeit nach einem Freistoß für Wiener Neustadt bedeutete das 1:3. Die Panther waren in der Folge weiter spielbestimmend, mehr als der erneute Anschlusstreffer zum 2:3 sollte allerdings nicht gelingen.

 

Im zweiten Spiel des Tages ging es gegen die Courroux Wolfies aus der Schweiz. Diesmal waren die Panther von Beginn an hellwach und gingen nach 19 gespielten Sekunden durch Marc Wegener in Führung. Der Treffer brachte den jungen Raubkatzen nun auch das nötige Selbstbewusstsein. So wurden eine Unterzahlsituation und ein Freistoß der Schweizer souverän überstanden. Durch zwei sehr schön herausgespielte Tore durch Felix Busch und Max Siebert ging es mit einem 3:0 in die Pause. In der zweiten Hälfte bestimmten die Panther weiterhin das Spiel und hatten mehrere Möglichkeiten das Ergebnis zu erhöhen. Ein weiterer Treffer viel allerdings nicht.

 

Nach einer langen Pause ging es im dritten Spiel des Tages gegen die englischen Vertreter Ash Avalanche. Durch einen Treffer von Maleen Stahlhut gingen die Panther früh in Führung und kontrollierten das Spielgeschehen. In der 7. Spielminute musste nach einem Ballverlust vor dem eigenen Tor der Ausgleich hingenommen werden, dem jedoch kurze Zeit später die erneute Führung durch Felix Busch folgte. Bis zur Mitte des zweiten Spielabschnitts hatten die Panther das Geschehen vollkommen unter Kontrolle, vergaben jedoch viele Chancen um die Führung auszubauen und somit den Sack zuzumachen. Ab der 16. Minute kamen die Briten besser ins Spiel und hatten ihrerseits einige gute Chancen, den Ausgleich zu erzielen. Die Panther wehrten sich jedoch aufopferungsvoll und konnten eine Minute vor Schluss das 3:1 erzielen. Im letzten Spiel des Tages ging es gegen den Dänischen Meister aus Odense. Die Panther gingen früh in Führung mussten jedoch auch schnell den Ausgleich hinnehmen. Durch zwei weitere Treffer durch Marc Wegener konnte ein eigentlich beruhigender 3:1 Halbzeitstand herausgespielt werden. Zu Beginn der zweiten Hälfte erhöhten die Panther sogar auf 4:1. Zur Mitte der zweiten Hälfte gaben die Panther dann das Spiel aus unerklärlicher Weise aus der Hand. Innerhalb von nur 35 Sekunden verkürzten die Dänen auf 3:4 und setzten die Panther weiter unter Druck. So kam es wie es kommen musste und es viel der Ausgleich.

 

Mit der Bilanz von zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage beendeten die Panther die Vorrunde in der Gruppe B als Gruppenerster. Dies bedeutete die direkte Qualifikation für das Viertelfinale. Dort kam es zu einem deutschen Duell und der Neuauflage des Finales um die Deutsche Meisterschaft 2017. Die Düsseldorf RAMS hatten sich als 4. in der starken Gruppe A und einem Qualifikationsspiel für das Viertelfinale qualifiziert. Zu Beginn tasteten sich beide Mannschaften ab und es kam zu keinen zwingenden Chancen. In der 5. Spielminute konnten die Bissendorfer in Überzahl das 1:0 durch Maleen Stahlhut erzielen. Drei Minten später erhöhte Max Siebert aus dem Getümmel vor dem Düsseldorfer Gehäuse sogar auf 2:0, was vom mitgereisten Pantheranhang frenetisch bejubelt wurde. Kurze Zeit später konnten die Rheinländer jedoch auf 1:2 verkürzen. Danach fanden die RAMS stärker ins Spiel, doch die Panther konnten die Führung mit einer starken kämpferischen Leistung in die Pause retten. Marc Wegener erzielte vom Bulli weg das 3:1 und nährte die Hoffnung auf ein Einzug ins Halbfinale. Die Düsseldorfer gaben sich jedoch nicht geschlagen und erhöhten ihrerseits den Druck auf das Panthertor. Folgerichtig viel in der 16. Minute der erneute Anschlusstreffer, dem 5 Minuten später das Tor zum 3:3 folgte. Nun war die Spannung in der Halle mit Händen zu greifen. Ein weiterer Treffer in der regulären Spielzeit fiel jedoch nicht. So musste dieser Viertelfinalkrimi in die Verlängerung gehen. Jetzt hatten sich die Panther körperlich erholt und zeigten sich nervenstärker als die RAMS. Nach einigen vergebenen Chancen war es erneut Marc Wegener, der mit dem entscheidenden Treffer den Einzug ins Halbfinale besiegelte. Nun gab es beim Team und auf der Tribüne kein Halten mehr. In der Voschlussrunde wartete Vorjahressieger und Favorit Leader 1420 aus Moskau. Der Außenseiter aus der Wedemark war jedoch zumindest bei den mitgereisten Anhängern aller Teams „Favorit der Herzen“. Dies brachte die von den Briten ausgelöste „La Ola“ sowie die lautstarke Unterstützung der gesamten Tribüne deutlich zum Ausdruck. Auf dem Spielfeld allerdings ließen die Moskauer von Anfang an keinen Zweifel daran aufkommen, den Titel zu verteidigen. Aufgrund einer starken kämpferischen Leistung sowie guten Paraden von Maja Dyck ging es „nur“ mit einem 0:5 in die Pause. Auch in der zweiten Hälfte ließen die Russen trotz der klaren Führung nicht nach und konnten insgesamt noch 8 Treffer zum 13:0 Endstand erzielen. Der Traum vom Einzug ins Finale war damit deutlich zerplatzt, konnte aber durch den unglaublichen Support von den Tribünen etwas gemildert werden, Im „kleinen Finale“ um Platz 3 mussten die Panther gegen die Zoran Falcons aus Israel antreten, Es entwickelte sich ein sehr gutes und recht ausgeglichenes Spiel, in dem die Falcons bis zur Pause mit 3:0 in Führung gehen konnten. In der ersten Minute der zweiten Hälfte ging es dann Schlag auf Schlag. Zunächst erhöhten die Falcons mit einem Doppelpack auf 5:0, bevor Marc Wegener auf 1:5 verkürzen konnte. Ein weiterer Treffer für die Panther und zwei Treffer für die Falcons bedeuteten den 7:2 Endstand. Somit blieb am Ende ein hervorragender 4. Platz und damit die Wiederholung der Vorjahresplatzierung. Neben der guten Gesamtplatzierung rundeten der Gewinn des Fair Play Pokals und die Berufung von Maja Dyck in das „All Star Team“ als bester Goalie des Turniers dieses herausragende Wochenende ab.

 

Es spielten für die Panther: Marc Wegener (C), Maleen Stahlhut (A), Maja Dyck (G), Philipp Baranyai (G), Jenny Schmieta, Max Siebert, Till Schulze, Megan Ehm, Felix Busch, Tim Meyer, Paul Puschmann, Melina May, Linus Dyck und Lennox Haarstrick.