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Bissendorfer Panther mit Sieg und Niederlage am Wochenende

03.06.2018

Manchmal hat die Tabelle doch recht: Der Favorit und aktuelle Tabellenführer aus Krefeld siegte am Samstag in der Wedemarksporthalle denkbar knapp mit 7 zu 6.

 

Am Sonntag gab dann der Tabellenletzte aus Oberhausen neben seiner Visitenkarte auch gleich drei Punkte in Mellendorf ab – die Panther ließen dem Aufsteiger beim 11 zu 3 keine Chance.

 

Sechs Punkte haben sich die Trainer der Panther, Darian Abstoß und Tim Lücker, für dieses Wochenende gewünscht. Gradmesser hier das Spiel am Samstag gegen den Crefelder SC. Der SC hat in elf Begegnungen erst eine Niederlage einstecken müssen und ging somit als klarer Favorit in die Partie vor knapp 150 Zuschauern. Gleichwohl waren die Panther gut von besagten Trainern eingestellt und spielten von Beginn an mutig auf. Schnelles Passspiel und eine faire aber aggressive Defensive der Norddeutschen lies dem Meisterschaftsanwärter aus NRW kaum zur Entfaltung kommen. Folgerichtig gelang Karl-Arne Reiffen der erste Treffer für die Panther. Krefeld hingegen konnte knapp eine Minute vor Schluss des ersten Abschnitts ausgleichen – zu diesem Zeitpunkt sicherlich etwas überraschend und so stellte Coach Lücker nach Spielende fest, dass das erste Drittel aufgrund der zahlreichen vergebenen, eigenen Chancen wohl einer von drei entscheidenden Fakten für die Niederlage war. Der zweite Grund lag erneut im eigenen Einflussbereich der Panther: nachdem die Raubkatzen einen frühen Treffer der Krefelder durch Markus Köppl in der 32igsten Minute egalisierten fielen sie ab der 35igsten Minute in einen kollektiven Tiefschlaf für drei Minuten und drei Krefelder Gegentreffer. Der Mittelabschnitt ging somit mit 1 zu 4 an den Crefelder SC und Coach Lücker war entsprechend bedient, denn zum einen bedeutete dies eine Vorentscheidung und zum anderen brachte sich damit seine Mannschaft um eine gute Ausgangslage für den Schlussabschnitt. Dieser allerdings bot alles, was Inlineskaterhockey so beliebt macht und die Zuschauer auch an den Auftritten der Panther schätzen: diese geben nämlich eine Partie erst dann auf, wenn der Schiedsrichter abpfeift und so ackerten die Spieler um den frisch verheirateten Kapitän Sebastian Miller hart am Gegner und kämpften sich Tor um Tor an diesen heran. Auch ein weiterer Gegentreffer sorgte für keinen Einbruch der Raubkatzen, sondern für weitere, wütende Angriffe auf ein von René Hippler und später von Christian Krämer bravourös gehütetes Krefelder Tor. So stand es fünf Minuten vor Schluss nur noch 6 zu 7 aus Bissendorfer Sicht mit einem deutlichen Chancenplus. Dann aber entschieden die Schiedsrichter nach einem – zumindest aus Bissendorfer Sicht – regulären Bandencheck auf eine fünf Minuten Strafe. Die Pantherdefensive verteidigte diese Strafe leidenschaftlich, konnte mit einem Mann weniger auf dem Feld aber selbst keine Tore mehr erzielen und so sahen sich viele im Verein der Wedemärker um die Mühen der Aufholjagd gebracht auch wenn sicherlich diese zweifelhafte Strafe nur einer von besagten drei Gründen für diese knappe aber spektakuläre Niederlage waren.

Weniger spektakulär, was den Spielverlauf angeht, lief es dann am Sonntag an gleicher Stelle gegen den Aufsteiger und das derzeitige Schlusslicht der ersten Skaterhockeybundesliga, die Miners Oberhausen: Es fiel zwar in Summe nur ein Tor mehr als am Samstag gegen Krefeld, doch nachdem deren fünf bereits nach den ersten 20 Minuten auf der Seite der Panther auf der Anzeigetafel standen und beim Aufsteiger noch eine verzweifelte Null zu sehen war, war die Partie an sich entschieden. Die Bissendorfer Trainer stellten gar auf vier Reihen um und sorgten so für noch mehr Druck auf die nur mit zwei Reihen angereisten Miners. Diese allerdings wehrten sich gerade im Mittelabschnitt nach Kräften und konnten das Spiel phasenweise mit ihren gefälligen Kontern ausgeglichen gestalten – zwischenstand dennoch nach dem zweiten Drittel 7 zu 1 für die Panther. Im Schlussabschnitt setzten die Panther dann noch einmal mehr auf Offensive und erzielten vier weitere Treffer, ließen dabei aber auch zwei Tore zu. Bemerkenswert dabei: der am Vortag mit einem Schläger im Gesicht verletzte Karl-Arne Reifen erzielte trotz seiner frisch vernähten Wunde gegen die Miners einen Hattrick und war damit erfolgreichster Schützer der Raubkatzen.

Die Panther rangieren nach diesem Doppelspieltag auf Rang 7 der Tabelle. Am kommenden Wochenende kommt dann der direkte Tabellennachbar, die Sauerland Steelbulls in die Wedemarksporthalle. Für Lücker und Abstoß ein echtes „Sechs-Punkte-Spiel“ und ein weiterer Gradmesser für die Bissendorf Panther und den weiteren Verlauf der Saison.