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Die Bissendorfer Panther haben ihren Spaß - Bericht von Dirk Herrmann

09.04.2019

Fünf-Punkte-Wochenende: Gegen die Commanders drehen sie im Endspurt auf, in Lüdenscheid legen sie einen Sieg im Penaltyschießen nach.
Auf der Heimfahrt nach der Bundesliga-Partie in Lüdenscheid packten die Bissendorfer Panther die Karten aus und spielten „Schwimmen“. Auch Maxim Faber versuchte dabei sein Glück, so erfolgreich wie beim 8:7 nach Penaltyschießen gegen die Highlander sowie beim 13:8-Sieg... tags zuvor gegen die Commanders Velbert im ersten Heimspiel dieser Saison, bei dem ihm ebenso zwei Treffer gelungen waren, konnte er jedoch nicht auftrumpfen. „Schwimmen spielen kann Maxim nicht, aber ansonsten ist alles gut“, sagte Trainer Tim Lücker.
Fünf-Punkte-Wochenende, drei der bisherigen vier Partien gewonnen – klar, dass die Panther angesichts dieser Ausbeute ihren Spaß hatten. Schon das Spiel gegen die Commanders hatte sie viel Kraft gekostet; die Fahrt am nächsten Morgen nach Lüdenscheid mussten sie ohne Verteidiger Jan Pries antreten, der sich krankgemeldet hatte. „Das war ein hartes Stück Arbeit“, sagte Lücker nach dem Heimspiel, zu dem die Gäste aus Velbert mit einer „halben Eishockey-Oberligatruppe“ angereist waren.
Viermal lagen die Commanders zurück, doch aus dem 0:1, 1:4, 4:6 und 6:8 machten sie stets einen Gleichstand. „Wir haben aber selbst immer wieder sehr gute Antworten gefunden und zur richtigen Zeit unsere Tore geschossen“, sagte Lücker. Bis sieben Minuten vor Schluss stand es noch 8:8, ehe die Bissendorfer zum Endspurt ansetzten und entscheidend nachlegten. Markus Köppl (4. Minute, 43., 53.), Tim Strasser (16.), Karl-Arne Reiffen (17.), Faber (22., 60.), Janne Goebel (29., 30., 53., 60.), Lars Barlsen (43.) und Pries (55.) sorgten letztlich für Klarheit.
In Lüdenscheid waren es wiederum die Panther, die mehrfach ins Hintertreffen gerieten und zudem mehrere Strafzeiten verkraften mussten. „In den ersten 20 Minuten sind wir noch im Bus gewesen“, sagte Lücker. Strasser (18.) und der lauffreudige Faber (31., 36.), der viel Einsatzzeit bekam, verkürzten dreimal, bis in den dritten Durchgang hinein lagen die Gäste indes zurück. „Aber die Mannschaft hat sich wieder reingekämpft. Das war ein supergeiler Auftritt“, sagte Lücker.
Nach dem 4:4 durch Strasser (44.) brachte Marvin Hoferichter die Bissendorfer in der 45. Minute das erste Mal in Führung. Doch die Highlander setzten nach und wähnten sich angesichts eines Zwei-Tore-Vorsprungs in der vorletzten Minute schon auf der Siegerstraße, ehe Patrick Baude und Strasser mit ihrem Doppelschlag binnen 20 Sekunden für das 7:7 sorgten und die Entscheidung im Penaltyschießen fallen musste. Torwart Danny Sellmann wehrte alle drei Lüdenscheider Versuche ab, Strassers Treffer brachte den Zusatzpunkt.