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Panther auf Platz 4 bei der Deutschen Meisterschaft der Junioren

22. 12. 2019

Am vergangenen Wochenende startete mit der Bissendorfer U19 das wahrscheinlich jüngsteTeam, das es je auf einer Junioren Deutschen Meisterschaft gegeben hat, in das Turnier.Auch wenn das Ergebnis nicht den Hoffnungen und der Erwartung der Mannschaft entsprach, kann man mit den gezeigten Leistungen durchaus zufrieden sein.Samstag stand die Vorrunde auf dem Programm und mit den Crash Eagles aus Kaarst wartete direkt im ersten Spiel der stärkste Gegner. Die Panther nahmen sich vor, von der ersten Sekunde an da zu sein. Das zeigte sich im Spiel allerdings nicht, die gewohnte Laufbereitschaft und der Einsatz fehlten. Immer wieder ließ man die Kaarster gefährlich vor das eigene Tor ziehen und kam selbst zu keinen nennenswerten Chancen, sodass man sich nach 20 gespielten Minuten mit 0:3 geschlagen geben musste.Ab jetzt mussten Siege her. Tapfer kämpfende Freiburger hatten beim 6:1 wenig Chancen und auch der noch am stärksten erwartete Gegner, der TVA Augsburg hatte mit 4:0 doch deutlich das Nachsehen. Im letzten Spiel gegen die Sputniks Fürstenwalde konnten sich die jungen Raubkatzen mit dem 5:1 Erfolg den zweiten Platz in der Vorrunde sichern.Am Sonntag ging es mit der Qualifikation um das Halbfinale gegen die Badgers Spaichingen weiter. Allen war klar, dass die Leistungen des Vortags gesteigert werden mussten, um hier als Sieger vom Platz zu gehen. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe mit guten Chancen auf beiden Seiten, die aber von den Goalies entschärft werden konnten. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit mussten sich die Panther einer Unterzahl-Situation stellen und alle gaben alles, um nicht in den Rückstand zu geraten. Doch es kam ganz anders. Durch einen Konter kam Erik Schöler vor das Badgers-Tor und versenkte den Ball gekonnt im Winkel. Kurz danach das gleiche Bild, Erik Schöler schießt ein Tor, doch eine halbe Sekunde zu spät, Halbzeit. Beflügelt durch den Treffer starteten die Bissendorfer in die letzte Halbzeit. Endlich zeigte sich der Kampf, der am Vortag so vermisst wurde und so konnte am Ende ein verdienter 5:0 Sieg eingefahren werden. Dieser Endstand spiegelte aber keinesfalls den engen Spielverlauf und Kampf der Spaichinger wider.Im Halbfinale hieß der Gegner Crefelder Skatingbears, die ihre Gruppe souverän gewannen. Schon nach wenigen Sekunden musste ein Panther auf die Strafbank und die Gegner nutzten diese Chance eiskalt aus und gingen in Führung. Auch im Folgenden ergab sich ein Spiel, das mit einer Unterzahl vergleichbar war. Immer wieder kam Crefeld zu guten Chancen, während sich die Panther kaum aus der eigenen Hälfte befreien konnten. So kam es, wie es kommen musste und Crefeld erhöhte auf 2:0. Das schien wie ein Weckruf gewesen zu sein, so spielten die Bissendorfer von nun an befreiter auf und kamen so ihrerseits wenn auch zu wenigen, guten Chancen. So war es Captain Jean-Lennert Reckert, der mit einem Distanzschuss die Panther wieder ins Spiel brachte. Nur kurz später war es wieder Reckert mit einem Distanzschuss, den Schöler zum Ausgleich abfälschen konnte. Mit einem 2:2 ging es in die Pause.Es entwickelte sich ein schnelles Spiel mit Vorteilen auf Crefelder Seite. Durch individuelle Fehler konnten die Skatingbears immer wieder in Führung gehen, doch die Panther kämpften unaufhörlich und erarbeiteten sich ein 5:5 nur wenige Minuten vor Schluss. Kurz darauf war es abermals ein Schnitzer in der Defensive, der Crefeld auf die Siegerstraße brachte. Obwohl Bissendorf die letzten Minuten alles nach vorne warf, sollte nicht mehr als ein Pfostenschuss glücken und man musste sich einem starken Team und dem späteren Deutschen Meister geschlagen geben.Wegen eines Überraschungserfolges von Berlin stand man im Spiel um Platz 3 erneut Turnierfavorit Kaarst gegenüber. Klares Ziel war es, sich für die Niederlage in der Vorrunde zu revanchieren.Erneut entwickelte sich ein gutes Spiel mit einem spielerischen Übergewicht der Kaarster und so musste man mit einem 0:1 Rückstand in die Pause gehen. Die Panther steckten nicht auf und schafften den Ausgleich. Doch wieder und wieder ließ man die Crash Eagles gefährlich vor das Tor ziehen, sodass diese die erneute Führung erzielen konnten. Folgerichtig antwortete Bissendorf mit dem umjubelten Ausgleichstreffer in Überzahl. Ziel war es, sich in das Penaltyschießen zu retten. Doch leichtsinniges Verhalten in der Defensive wird gegen so erfahrene Gegner bestraft und Kaarst konnte nur zehn Sekunden vor Ende den Siegtreffer erzielen.Entsprechend groß war die Enttäuschung, war man doch so knapp vor der Sensation, den großen Favoriten zu schlagen.So beenden die Panther die Saison mit gemischten Gefühlen bei der Deutschen Meisterschaft auf dem vierten Platz, hatte man doch auf eine etwas bessere Platzierung gehofft. Allerdings ist bemerkenswert, wie sich das junge Team gegen durchschnittlich zwei Jahre ältere Spieler geschlagen hat. Mit Simon Dyck ist wenige Wochen vor der Meisterschaft der einzige Feldspieler im Endjahrgang verletzt ausgefallen. Bis auf einen weiteren Spieler sind alle anderen im unteren Jahrgang oder größtenteils Jugendspieler, wofür die Leistung beachtenswert ist. Besonders am zweiten Tag gefiel das ganze Team durch Einsatz, Wille und Abschlussstärke. Am Ende fehlte vielleicht ein kleines bisschen Erfahrung und auch Glück, verlor man beide Spiele doch nur mit einem späten Tor. Mit dieser Mannschaft wird aber die kommenden Jahre zu rechnen sein!Jean-Lennert Reckert wurde für seine herausragenden Leistungen mit der Wahl in das All-Star-Team belohnt. Auch Erik Schöler fiel durch diverse schöne Tore im richtigen Moment positiv auf. Ein herzlicher Glückwunsch gilt dem neuen Deutschen Meister aus Crefeld. Aber auch Gratulation nach Berlin, denen mit dem zweiten Platz doch eine kleine Überraschung gelang.Außerdem möchte sich das Team bei ihren Trainern Patrick Faupel und Leon Rien bedanken, die die Mannschaft das ganze Jahr über begleitet und sehr viel Zeit und Mühe investiert haben.Ein weiterer Dank geht natürlich an die Eltern, ohne die die ganze Saison bzw. die Ausübung des Sportes in diesem Rahmen gar nicht möglich wäre. Vielen Dank auch für die großartige Unterstützung bei den Spielen.Nun heißt es erstmal Winterpause. Erst im März geht es für die Junioren Mannschaft mit der neuen Saison los. Nur Verteidiger Simon Dyck und Goalie Caroline Schmieta verabschieden sich in den Erwachsenenbereich. Hoffnungen, wenn auch kleine, hat man aber doch noch, am Europapokal 2020 in Rossemaison teilnehmen zu dürfen und den Abschied aus dem Nachwuchs ein bisschen raus zu zögern.

Für die Panther spielten am Wochenende:Jean-Lennert Reckert (C), Erik Schöler (A), Caroline Schmieta (G), Maja Dyck (G), Joshua Döring, Lasse Michaelsen, Maarten Riemer, Jan Stahlhut, Luc Conseil, Marc Wegener, Torben Hemme

 

Foto: Die Überzahlreihe heckt was aus...